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Ein 3/4 Jahr später zu Besuch auf St. 38 im Krankenhaus April 2004

 Wenn es plötzlich nicht mehr alleine geht...


Was wird benötigt?
Da man sich in einer schweren Lebenskrise befindet und auch die Angehörigen meist größere Probleme haben, mit der sich neu ergebenden Situation umzugehen, kann man nur hoffen in einem Krankenhaus zu liegen mit innovativen menschlichen Ärzten und Pflegepersonal und einer qualifizierten Sozialberatung. Es muss ein guter Pflegedienst gefunden werden, der professionelle Heimbeatmung anbietet und seine Patienten in der Häuslichkeit mit Intensivpersonal betreut, wenn notwendig 24 Stunden rund um die Uhr. Zusätzlich muss eine Firma gefunden werden, die sich um beatmungsmedizinische Dienstleistungen und die Technik kümmert. Man muss sich eine gute Apotheke seines Vertrauens suchen, die um die Beatmungs-Situation weiß und sich um zufriedenstellende Zulieferung von Medikamenten etc. kümmert. Ganz wichtig ist ein vertrauenswürdiger Hausarzt, der sich mit Beatmung auskennt und regelmäßig zu Hausbesuchen kommt. Ein  gutes Sanitätshaus, das bei der Beschaffung verordneter Hilfsmittel kompetent berät und hilft, wäre wünschenswert.
Eine kompetente physiotherapeutische Versorgung ist erfahrungsgemäß ziemlich schwierig zu finden. Der Zeitaufwand ist dafür manchen Therapeuten zu groß und die Arbeit wenig lukrativ und  einige Praxen machen prinzipiell keine Hausbesuche.
Voraussetzung für die Wahl des Pflegedienstes sollte sein, dass dieser in enger Zusammenarbeit mit dem Ärzte- und Pflegeteam des Krankenhauses erarbeitet, welche Hilfen an Pflege, medizinischer Technik und Hilfsmitteln der Klient zukünftig benötigt und diese mitorganisieren. Die Wohnung sollte vor der Heimkehr des Patienten auf dessen neue Bedürfnisse ausgerichtet werden, worum sich der Pflegedienst ebenfalls mitkümmern sollte. Der Pflegedienst sollte sich bei all den auftretenden Problemen sachkundig um die Verhandlungen mit den Kostenträgern kümmern,  und Patient und/oder Angehörige über sämtliche Verhandlungsstände und -Ergebnisse in Kenntnis setzen.
Es gibt viele Pflegedienste, die damit werben, dass bei ihnen der Patient absolut im Mittelpunkt steht. Dies muss hinterfragt werden dürfen. Man sollte bei der Wahl des Pflegedienstes darauf achten, dass man nicht als Patient im Sinne eines verwalteten Krankenhauspatienten gesehen wird, sondern als Klient, sprich Vertragspartner eines innovativen Dienstleistungsunternehmens.

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