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Im heißen Sommer 2003 die letzten Tage in der Klinik
Im Krankenhaus Juni 2003 kurz vor der Entlassung

Wenn es plötzlich nicht mehr allein geht...

Wenn man durch einen Unfall oder eine Krankheit plötzlich in die Situation kommt, selbst nicht mehr ausreichend atmen zu können und nun künstlich beatmet werden zu müssen, stürzt das einen meist in eine schwere Krise. Das Leben wird sich jetzt grundsätzlich ändern müssen.

Ich wurde mit dieser Situation im Krankenhaus konfrontiert und konnte mir nicht vorstellen, dass mein Leben noch etwas länger dauern könnte, wenn ich doch jetzt an einer Maschine hing, die Luft in mich pumpte, wann immer ich ihr den Impuls durch einen kleinen Luftschnapper gab, immer jedoch wenigstens 12 Atemzüge in der Minute. Ich wusste anfangs gar nicht wie mir geschah und hatte ständig Todesängste.

Ich bin mächtig froh, dass in dieser schweren Lebenskrise mir nahestehende Menschen, meine Familie und gute Freunde so selbstaufopfernd zur Seite gestanden sind.

Ein großes Glück im Ünglück war, dass der Oberarzt der Intensivstation sehr innovativ war und sich bestens darum kümmerte, mir die Möglichkeit zu schaffen wieder heim gehen zu können, weg vom Klinikgeschehen in ein "normales Leben", zwar beatmet - aber zuhause.

Dazu gehört erschreckend viel. Da ich durch meine Grunderkrankung schon so heftig eingeschränkt bin und fast nichts mehr allein machen kann, brauche ich 24 Stunden am Tag rundum Hilfe. Dabei ist es nicht damit getan mich "satt und sauber" zu halten, denn ich brauche Intensivpflege. Pflegepersonal, das sich bestens mit Beatmung auskennt und in Notfallsituationen konstruktiv zu handeln weiß. Das mir, trotz all meiner Handicaps,  ermöglicht  ein  selbstbestimmtes eigenverantwortliches Leben zu führen...
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