Beatmet
Neue Situation
Alltag
Persönl. Assistenz
Erfahrungsberichte
"3 B F A 3"...
Krankheitsgeschichte
..Zwischenbericht...
Kommunikation
Hilfsmittel
Beatmung
Absaugung
Pulsoxymeter + c p c
Lifter
Computertastatur
Pflegezubehör
Kanüle / Maske
Tracheostoma
Kanülenwechsel
Absaugen
Mein Auto
Auf Tour
Mein Pflegeteam
Mitarbeiter- / innen
Presse
Nina Dorizzi
Für euch
Fotos v. 1959 - 2002
Fotos ab 2003
Fotos ab 2007
Fotos ab 2008
4-jähr. HBS-Jubiläum
Die letzten Dinner..
Hobbies
Lieblings-Bücher
Lieblings-Filme/DVDs
Lieblings-CDs
Frühlingserwachen
Lieblings-Zitate
Gut zu wissen
Surfin´ Internet
Gästebuch
Kontakt
Impressum


 
Besucher
Froh gelauntes ausgiebiges Frühstück
Immer mal wieder Wellness-Verwöhnprogramm

Mein Alltag

Ich werde ganz oft gefragt, was machst du denn so den ganzen Tag? Nachdem ich derzeit ziemlich Probleme habe im Rollstuhl zu sitzen, weil es mir Schmerzen verursacht, verbringe ich gezwungenermaßen sehr viel Zeit im Bett. Dennoch ist es mir nie langweilig. So ganz normale tägliche Routinehandlungen wie Essen, Körperpflege, Posterledigung, Haushaltsführung, Computerarbeit, Schlafen gehören auch zu meinem Leben. Das besondere an meinem neuen Leben ist, dass ich meine Wohnung nicht mehr nur mit meinem Vetter teile, sondern mit 14 weiteren Personen, die mich im 8-12-stündigem Rhythmus in meiner Situation ganzheitlich unterstützen. Das mag sich für manchen ganz schrecklich anhören und ich will hier auch keinesfalls etwas schön schreiben, denn so eine Konstellation ist immer problematisch. Aber sie hat auch viel Positives und es ist Ansichtssache wie mit dem halbvollen und halbleeren Glas. Ich kann es auch oft sehr segensreich sehen. Ich bin niemals allein, habe immer Ansprache und habe fast nur motiviertes  freundliches  Pflegepersonal um mich. Jeder ist eine eigene interessante Persönlichkeit, die sich mit all ihren Stärken und Schwächen einbringen kann. Ich lerne durch sie ganz nette Dinge wie neue Filme, neue Bücher, neue Musik, neue Kochrezepte usw. kennen, ich darf aber auch in ihnen neue Menschen kennenlernen. Notgedrungen muss ich mit  ihnen meine intimste Privatsphäre teilen und ich muss absolutes Vertrauen zu ihnen haben. Es ist nicht wirklich einfach, es bedarf dazu fachliche und soziale Kompetenz, guten Willen und Verständnis von beiden Seiten. Auf andere Menschen zu- und eingehen zu können ist ein unabdingbares Muss.
Ich bekomme die Dienstleistung der außerklinischen Intensivpflege mit persönlicher Assistenz von Intensivfachkräften.
Trotz schwerer Behinderung "Normalität" zu leben, ist mir heute sehr wichtig. Ich musste mir darüber klar werden, was ich will und was nicht und musste auch lernen zu formulieren, was ich möchte. Meine Behinderung schränkt mich z.B. auch in der Bewegung fast völlig ein. Deshalb benötige ich zusätzlich "fremde" Hände, die all das für mich ausführen, was ich nicht mehr kann... .
Jetzt immer  Menschen um mich zu haben, war auch für mich eine völlig neue Situation. Die Menschen, die zu mir kommen, mussten und müssen, ebenfalls wie ich, bis heute ständig daran arbeiten, dass diese "Zusammenarbeit" auf  beiden Seiten befriedigend ist und bleibt. Aus meiner nun schon langjährigen Erfahrung heraus, hat sich für mich herauskristallisiert, dass eine offene und dennoch sensible immer andauernde Kommunikation der Grundstein für das gute Zusammenarbeiten ist. Es ist etwas völlig anderes als im Krankenhaus, hier findet trotz Beatmung mein Privatleben statt. Mit der Pflege und persönlichen Assistenz meines guten Pflegeteams ist mir das möglich...



Weiter